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JOSEF WINKLER, MdB
16.09.2009: 

Josef Winkler besucht Volkshochschule in Bingen

Am Mittag besuchte Josef Winkler die Volkshochschule in Bingen und sprach vor Ort mit dem Leiter, Herrn René Nohr, Dozentinnen und Dozenten, sowie Teilnehmerinnen.

Bei dem Gespräch unter dem Motto "Integration fördern!" ließ sich Winkler vor allem über das Kursangebot zur Eingliederung von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt informieren. Begleitet wurde er u.a. von Sabine Wentzel-Lietz (Grüne Stadträtin in Bingen).

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer, informierte Frau Lörsch (Dozentin für berufliche Bildung) über die ihre Kurse zur Wiedereingliederung von Migrantinnen in den deutschen Arbeitsmarkt. Hier machte sie darauf aufmerksam, dass man auf eine heterogene Zusammensetzung der Kurse achte, um die Kursteilnehmerinnen schneller daran zu gewöhnen auf Deutsch zu kommunizieren und so ihre interkulturellen Kompetenzen zu stärken. Mit dieser Strategie habe man bisher sehr gute Erfahrungen gemacht, so Lörsch.

Winkler bedankte sich für die Informationen und sprach über seine politische Arbeit als migrationspolitischer Sprecher in diesem Bereich. Er habe das 2005 in Kraft getretene Zuwanderungsgesetz mit verhandelt und sei somit auch verantwortlich für die Folgen, die das Gesetz auf die Arbeit der Volkshochschulen im Bereich der Integrationskurse gehabt habe, so Winkler weiter. In diesem Zusammenhang war Winkler interessiert, ob der Umfang von 600 Stunden (im Gesetz festgelegt) für die Integrationskurse angemessen sei. Hier wünschte sich Herr Nohr, dass man bei der Stundenzahl besser differenzieren könne, da dieser Stundenumfang für etwa ein Drittel der Teilnehmer nicht ausreiche um das Sprachzertifikat zu erlangen. Winkler versprach sich in diesem Bereich (vor allem für Jugendliche) für eine Flexibilisierung einzusetzen.

Bei einem weiteren Problem, der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, konnte Winkler keine schnelle Besserung in Aussicht stellen. Hier sei man in den meisten Berufsfeldern auf die Anerkennung durch die Bildungsministerien der Bundesländer angewiesen. Wo hingegen das Bundesbildungsministerium selten zuständig sei, was eine einheitliche Praxis erschwere, so Winkler. Als größte Blockierer  im Bereich der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse hätten sich immer wieder die Handwerks-, sowie die Industrie- und Handelskammern hervor getan. Deshalb müsse man in diesem Bereich vor allem auf Lobbyarbeit oder – in Einzelfällen – auf die Möglichkeit eine Petition einzureichen setzen, so Winkler abschließend.

Nach der Verabschiedung von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ging es für Winkler weiter in die Fußgängerzone von Bingen. Am etwas anderen Grünen Infostand kochte er gemeinsam mit Sabine Wentzel-Lietz unter den Motto „Grüne Bohnen indisch verfeinert – Integration im Kochtopf“, was bei den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut ankam.

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