A- | A | A+
JOSEF WINKLER, MdB
14.01.2013: 

Grüne machen sich zum Wahlkampf bereit

Artikel in der RHEIN-ZEITUNG

Die Bundestagswahl in diesem Herbst wirft ihre Schatten voraus. Dies jedenfalls konnte man beim Neujahrsempfang der Koblenzer Grünen, der am Wochenende im Café Konrad stattfand, deutlich spüren.

Die Vertreter der Ökopartei jedenfalls nutzten die Gelegenheit, um ihre Positionen im Hinblick auf die kommenden Wahlen noch einmal deutlich zu machen. Julia Schmenk, Vorsitzende des Kreisverbands der Koblenzer Grünen, bemängelte dabei, dass die Energiewende immer noch von Lobbyisten der herkömmlichen Energieträger blockiert werde und somit nicht recht vorankomme.

Was die Einwanderungspolitik betrifft, so unterstrich die Mainzer Familien- und Integrationsministerin Irene Alt, dass der Staat sich noch mehr bemühen müsse, Menschen mit Migrationshintergrund für seine Dienste zu gewinnen. „Wir haben in Rheinland-Pfalz 700 000 Männer und Frauen mit einem Migrationshintergrund, dies sind 20 Prozent der Landesbevölkerung, und diese Quote sollte sich auch im Staatsdienst endlich widerspiegeln“, so Irene Alt. Ausdrücklich begrüßte die Ministerin, dass die Polizei zurzeit mit dem Slogan „Vielfalt in der Polizei“ um mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund werbe.

Was die Quote von Frauen in den Vorstandsetagen großer Unternehmen betrifft, so plädierte die gebürtige Saarländerin dafür, dass man möglichst bald ein Niveau von 40 Prozent erreichen möge. „Die Realität sieht hier leider zurzeit noch anders aus, denn die Unternehmen, die beispielsweise im Deutschen Aktienindex geführt werden, haben gerade mal eine Frauenquote von 8 Prozent in der Vorstandsebene“, so Irene Alt. In der Kommunalpolitik in Rheinland-Pfalz liegt die Frauenquote übrigens bei 16,8 Prozent.

Was die kommunalen Themen betrifft, so verteidigte Nils Wiechmann, der die Grünen im Stadtrat und Landtag vertritt, noch einmal den Kauf der RWE-Anteile an der Kevag durch die Stadt Koblenz, während Bundestagsabgeordneter Josef Winkler sich gegen eine Brücke am Mittelrhein aussprach.


(Rhein-Zeitung Koblenz und Region vom Montag, 14. Januar 2013)

« zurück