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JOSEF WINKLER, MdB
25.09.2012: 

Herbstgala mit viel Witz und Überraschungen

Artikel in der RHEIN-ZEITUNG

Wer nicht gekommen war, hatte etwas versäumt: Die Herbstgala der Rheinischen Karnevals-Korporationen (RKK) war nämlich mit zahlreichen Premieren gewürzt. Sogar die Ehrungen mutierten zu kabarettreifen Einlagen. Der Dank des Publikums hielt sich jedoch in Grenzen: Viele Plätze im Haus Horchheimer Höhe blieben leider unbesetzt. RKK-Präsident Peter Müller führt die schlechte Beteiligung auf zahlreiche krankheitsbedingte Absagen und den ungewohnten Termin zurück: Denn es war das erste Mal, dass die Gala von der Jahreshauptversammlung des Verbandes „abgekoppelt“ wurde.

Die erste große Überraschung des Abends war der musikalische Rahmen. Denn mit dem Engagement der Paula Andress Showband hatten die Organisatoren eine glückliche Hand bewiesen. Die zweite Überraschung des Abends war die Art und Weise, wie die Ehrungen abliefen. Denn nur die wenigsten hatten damit gerechnet, dass die Zeremonie um die neue Auszeichnung „Goldener Narr“ so humorvoll sein würde. Dafür, dass alles so ganz anders lief, war vor allem Josef Winkler verantwortlich. Der stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen nahm die Auszeichnung nicht nur gern an, sondern dankte nach der detailreichen Laudatio von Helmut Hohl (Carnevals Comité Oberlahnstein) mit wirklich bühnereifen Einlagen.

Dass der Politiker vielfach ehrenamtlich engagiert ist und oft bei karnevalistischen Veranstaltungen gesehen wird, ist allgemein bekannt. Weniger bekannt ist, dass der Politiker neben einer gehörigen Portion Humor auch noch eine angenehme Stimme hat. Für die Gäste sang er „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ aus Mozarts Zauberflöte und lieferte dazu die Hintergrundgeschichte: ein Wahlplakat von Angela Merkel und eine plötzliche Begegnung mit der Bundesvorsitzenden Claudia Roth. Da staunte Laudator Kai Kramosta nicht schlecht, der als Laudator für den zweiten Geehrten, Harry Wijnvoord, den humorigen Teil des Abends übernehmen sollte. Trotz der hohen Vorgaben Winklers gelang es Kramosta und Wijnvoord, mit „pfundigen“ Anmerkungen zum deutsch-holländischen Verhältnis die gute Stimmung zu halten.

Die dritte Überraschung des Abends war die Vorstellung der RKK-Funkenmariechen, die früher noch im Rahmen einer nüchternen Pressekonferenz erfolgt war. Jetzt konnten Chantale Börebach (KV Scheuerfeld/Westerwald), Alexandra Patzig (Möhnenverein Mülhofen) und Carolin Schlag (Koblenzer Karnevals-Funken „Rot-Weiß“) ihren Einstand im festlichen Rahmen feiern. Die drei jungen Damen waren von jeweils zwei Vertretern der RKK-Mitgliedsvereine gewählt worden. Eine Jury wachte darüber, dass alles nach den Regeln verläuft.

(Rhein-Zeitung Koblenz und Region vom Montag, 24. September 2012, Seite 14, Rhein-Lahn-Zeitung Bad Ems und Rhein-Lahn-Zeitung Diez vom Dienstag, 25. September 2012, Seite 15 sowie Rhein-Zeitung Linz, Neuwied vom Donnerstag, 27. September 2012, Seite 30)

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