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JOSEF WINKLER, MdB
02.03.2009: 

Grüne wählen einstimmig Winkler

Rhein-Zeitung

Seit zwei Legislaturperioden vertritt Josef Winkler für die Grünen den hiesigen Wahlkreis. Sowohl bei den Bundestagswahlen 2002 als auch 2005 zog der gelernte Krankenpfleger über die Landesliste ins Parlament ein. Nun entschieden die Grünen darüber, ob sie Josef Winkler erneut für den Wahlkreis 200 nominieren.

KOBLENZ. Die Grünen stehen zu 100 Prozent hinter Josef Winkler. Der 34-jährige Abgeordnete erhielt bei der Wahl zum Direktkandidaten für den Wahlkreis 200 am Wochenende alle 24 Stimmen der anwesenden Parteimitglieder. Auf welchem Listenplatz in Rheinland-Pfalz Josef Winkler für die Bundestagswahlen am 27. September kandidieren wird, darüber werden die Delegierten der Grünen auf ihrem Landesparteitag am 28. März entscheiden. Bei der vorhergehenden Bundestagswahl 2005 kandidierte Winkler auf Platz zwei der rheinland-pfälzischen Grünen.

Nils Wiechmann, der Sprecher der Koblenzer Grünen, gratulierte Josef Winkler zur erfolgreichen Wahl.  Foto: Peter Karges

Was eine mögliche Koalition nach der Bundestagswahl betrifft, so wollte Josef Winkler auf der Wahlversammlung der Grünen keine Variante per se ausschließen. Allerdings ließ er keinen Zweifel, dass er einer Koalition aus Rot-Grün oder der Ampel (SPD, FDP und Grüne) den Vorzug vor einer sogenannten Jamaika-Koalition gibt (CDU, FDP und Grüne). "Wir Grüne werden aber in jeder Koalition versuchen, möglichst viele unserer Programmpunkte durchzusetzen, denn dass ist wichtiger als die Anzahl der Ministerposten", so Josef Winkler. Kritisch äußerte sich der gebürtige Koblenzer zur Linkspartei, obwohl er sie gleichfalls als Mehrheitsbeschaffer nicht ausschloss. So warf er ihnen unter anderem vor, in Menschenrechtsfragen eine fragwürdige Position einzunehmen, wenn man auf dem Parteitag Botschaftern aus Kuba und Weißrussland applaudiere.

Seinen kommenden Wahlkampf will Josef Winkler, der unter anderem dem Zentralrat der deutschen Katholiken angehört, vor allem mit den Themen Klimaschutz, Bildung und soziale Gerechtigkeit bestreiten. Den sozialen Aspekt möchte er dabei besonders in den Vordergrund rücken. "Menschen, denen wegen der Wirtschaftskrise Arbeitslosigkeit oder Hartz IV droht, haben nun einmal andere Sorgen als den Klimawandel", betonte Josef Winkler.

Dem Wahlkreis 200 gehören neben den Städten Koblenz, Bendorf und Lahnstein auch noch die Verbandsgemeinden Rhens, Untermosel, Vallendar, Weißenthurm, Bad Ems, Braubach und Loreley an.    (pka)

Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz und Region vom 02.03.2009, Seite 11.

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