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JOSEF WINKLER, MdB
26.03.2007: 

Generation Praktikum will Lösungsvorschläge von der Bundesregierung

Pressemitteilung

Anlässlich der heutigen Anhörung zu den öffentlichen Petitionen zum Thema Generation Praktikum erklären Kai Gehring, jugend- und hochschulpolitischer Sprecher, und Josef Winkler, Obmann im Petitionsausschuss:

Die rekordverdächtig hohe Zahl von Unterstützerinnen und Unterstützern der Petitionen zur Generation Praktikum zeigt: Praktikantinnen und Praktikanten müssen vor Ausnutzung geschützt werden. Wir haben dafür bereits im Herbst 2006 einen klaren Forderungskatalog vorgelegt. Darin setzen wir uns für faire Mindeststandards bei Praktika ein. Denn wo Praktikum draufsteht, muss Fairneß drin sein.

Die große Koalition schickt Praktikantinnen und Praktikanten dagegen in die Warteschleife: Noch immer hat die Bundesregierung keine Konzepte vorgelegt. Dabei muss sie dringend klären, ob und welche Klarstellungen
im Arbeitsrecht oder im Berufsbildungsgesetz sinnvoll und notwendig sind.

Auch untergesetzlich hätte die Regierung längst aktiv werden und wirksame Vereinbarungen der Tarifpartner anregen können. Stattdessen tritt Arbeitsminister Müntefering lediglich als Schirmherr der Initiative "Fair Company" auf. Während er sich dort für eine angemessene Aufwandsentschädigung bei Praktika einsetzt, zahlt sein Ministerium Praktikantinnen und Praktikanten jedoch keinen Cent. Solch ein Verhalten ist doppelzüngig.

Wir fordern die Bundesregierung auf, die Konsequenzen aus der heutigen Anhörung zu ziehen und endlich konkrete Maßnahmen für die Generation Praktikum zu ergreifen.

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