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JOSEF WINKLER, MdB
08.07.2013: 

Papst-Besuch bei Flüchtlingen – Starkes Signal gegen europäische Abschottungspolitik

Pressemitteilung

Zum Besuch von Papst Franziskus bei Flüchtlingen auf der italienischen Insel Lampedusa erklärt Josef Winkler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Flüchtlings- und Kirchenpolitik:

Seine erste Reise außerhalb des Bistums Rom hat Papst Franziskus zu den Flüchtlingen auf Lampedusa geführt. Der Besuch des Papstes ist ein starkes Signal – ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Menschen, die aus Verzweiflung ihr Leben riskieren und eine dringende Aufforderung zur Umkehr an die Politiker. Wie viele weitere Tote muss es noch geben, damit Europa endlich handelt und seine verheerende Abschottungspolitik korrigiert?

Tausende sterben Jahr für Jahr bei dem Versuch, die Küsten Europas zu erreichen. Diese Katastrophe ist das Resultat europäischer Abschottungspolitik. Statt immer neue und höhere Hürden zu errichten, muss Europa verzweifelten Flüchtlingen Zugang, Schutz und Aufnahme gewähren. Dazu gehören ein faires Asylverfahren und eine menschenwürdige Unterbringung und Versorgung. Europa darf nicht hinnehmen, dass Schutzsuchende bei der Flucht lebensgefährliche Risiken eingehen oder in EU-Mitgliedstaaten monatelang ohne Unterstützung auf der Straße leben müssen.

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