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JOSEF WINKLER, MdB
05.04.2012: 

Kein Osterei aus Sklaverei

Pressemitteilung

Anlässlich der Untätigkeit von Bundesagrarministerin Aigner bezüglich der Legehennenhaltung erklärt Josef Winkler, Bundestagsabgeordneter aus dem Rhein-Lahn-Kreis und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Bundestag:

Das Einfärben von Eiern zu Ostern ist eine schöne, Jahrhunderte alte Tradition, die heute viele christlich geprägte Länder teilen. Dass für die Herstellung unserer Eier aber Hühner in Gruppenkäfigen für 20 bis 60 Tiere eingesperrt werden, ist historisch sicherlich für den kürzesten Abschnitt dieser Tradition belegt. Es deckt sich auch keinesfalls mit dem christlichen Verständnis vom Umgang mit der Schöpfung. Ein Irrweg, von dem wir so schnell wie möglich abkommen sollten.
Der Bundesrat hatte schon beschlossen diese Haltungsform bis 2023 aufzugeben. Doch Bundesagrarministerin Aigner hat den Beschluss nicht umgesetzt und die Frist des Bundesverfassungsgerichts für eine bundesweite Regelung bis Ende März 2012 einfach verstreichen lassen. Ein Flickenteppich unterschiedlichster Länderregelungen wird nun die Folge sein.
Die Verbraucher können schon an diesem Osterfest ihre Meinung dazu kundtun: einfach nur Eier mit der Bezeichnung „0“ kaufen! Die Null steht für eine artgerechte Bodenhaltung mit Auslauf. Die Hühner bekommen ökologisches Futter ohne Antibiotika oder sonstige Zusätze.

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