A- | A | A+
JOSEF WINKLER, MdB
28.02.2012: 

Studie bestätigt fatale Auswirkungen des Bahnlärms im Mittelrheintal

Pressemitteilung

Zur Vorstellung des Bahnlärmindexes für das Mittelrheintal durch die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) sowie die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) erklärt Josef Winkler, Bundestagsabgeordneter aus dem Rhein-Lahn-Kreis und stv. Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/ Die Grünen im Bundestag:

Die Studie zum Mittelrhein-Bahnlärmindex legt die Versäumnisse von Bund und Bahn in Sachen Lärmschutz schonungslos offen. In manchen Gemeinden im Mittelrheintal ist mehr als die Hälfte der Anwohner massiv durch Bahnlärm belästigt und um den Schlaf gebracht. Die Maximalpegel übersteigen die Lautstärke eines Presslufthammers.

Besonders betroffen ist dabei die rechtsrheinische Seite, da hier in höherem Maße der besonders laute Güterverkehr abgewickelt wird. Am lautesten zwischen Mainz, Wiesbaden und Koblenz ist es im Rhein-Lahn-Kreis. Die Hälfte der zehn am stärksten belasteten Orte befindet sich hier. Gemeinden wie St. Goarshausen, Kaub, Kestert oder Kamp-Bornhofen benötigen dringend umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen.

Die Studie zeigt auch, dass mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70km/h sowie einer möglichst vollständigen Umrüstung auf lärmarme Bremsen die Belastung der Bevölkerung drastisch verringert werden kann. Letzteres kann nur durch die Einführung lärmabhängiger Trassenpreise erreicht werden. Das ist eigentlich keine neue Erkenntnis. Im Land wie im Bundestag fordern wir diese Maßnahmen seit Jahren. Das Versteckspiel von Bundesregierung und Bahn muss nun endlich ein Ende haben. Ein weiteres Verzögern haben die Menschen im Mittelrheintal nicht verdient.


Zum Weiterlesen:

» Abschlussbericht des Forschungsprojekts „Mittelrheintal-Bahnlärmindex“

» 10-Punkte-Programm der Umwelt- und Verkehrsminister von Rheinland-Pfalz und Hessen im Dialog mit den Bürgerverbänden im Mittelrheintal

 

« zurück