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JOSEF WINKLER, MdB
27.11.2008: 

Das Schicksal ehemaliger Heimkinder wird endlich anerkannt

Pressemitteilung

Zum einstimmigen Beschluss des Petitionsausschusses zur Heimkinderfrage erklären Renate Künast, Fraktionsvorsitzende, und Josef Winkler, Obmann im Petitionsausschuss:

Wir begrüßen die Anerkennung erlittenen Unrechts und die Einrichtung eines runden Tisches. Wir erwarten jetzt von der Bundesregierung, dass sie das eindeutige Votum zur Aufarbeitung des Unrechts in Kinder- und Jugendheimen der Bundesrepublik zügig umsetzt. Es muss eine an den Bedürfnissen der ehemaligen Heimkinder ausgerichtete Aufarbeitung der Vergangenheit geben. Den Opfern der begangenen Menschenrechtsverletzungen muss außerdem endlich eine angemessene Entschädigung zuteil werden.

"Der Petitionsausschuss sieht und erkennt erlittenes Unrecht und Leid, das Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Kinder- und Erziehungsheimen in der alten Bundesrepublik in der Zeit zwischen 1945 und 1970 widerfahren ist und bedauert das zutiefst!" Auf dieses Bedauern mussten viele der ehemaligen Heimbewohner lange Jahre warten. Dieses Versäumnis beschämt und bedrückt uns und muss jetzt endlich der Startschuss für die weitergehende Aufarbeitung und eine angemessene Entschädigung sein.

Der Petitionsausschuss hat weiterhin einstimmig beschlossen, dass die Anliegen der Heimkinder, das heißt Aufarbeiten der Geschehnisse und Erlangen von Genugtuung im Rahmen eines runden Tisches einer Lösung zugeführt werden. Teilnehmer des Runden Tisches sollen Betroffene, Träger, Wissenschaftler, Verbände, Vertreter des Bundes und der Länder sowie Vertreter der Kirchen sein. Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Aus grüner Sicht ist auch eine Beteiligung von Abgeordneten wünschenswert.

Wir freuen uns sehr, dass die ehemalige bündnisgrüne Vizepräsidentin des Bundestages, Dr. Antje Vollmer, fraktionsübergreifend für den Vorsitz des Runden Tisches vorgeschlagen wurde. Dies ist ein besonderer Vertrauensbeweis an unsere ehemalige Abgeordnete.

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