A- | A | A+
JOSEF WINKLER, MdB
18.05.2012: 

Aufbruch ins Grüne

Bericht von unserem Empfang auf dem Katholikentag

Traditionell dient der grüne Empfang zum Katholikentag der Kontaktpflege mit den VertreterInnen der Katholischen Kirche und ihrer Laienbewegungen. Aus Anlass des diesjährigen Treffens in Mannheim hat die Fraktion die Gelegenheit genutzt, mit den Würdenträgern im Rahmen eines Empfangs über die Bedeutung des „neuen Aufbruchs“ zu sprechen, der das Motto des Katholikentages bildete. Im Theatercafé des Nationaltheaters hat die Fraktion unter dem Motto: „Aufbruch ins Grüne“ zu Gespräch und Tanz geladen.

Neben dem Erzbischof Augoustinos Lambardakis, dem Metropoliten der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland Gebhard Fürst, dem Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, und Nikolaus Schneider, dem Vorsitzenden des Rates der EKD, waren zahlreiche Mitglieder des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken anwesend, darunter der Präsident Alois Glück, der geistliche Rektor Stefan-Bernhard Eirich, der Generalsekretär Dr. Stefan Vesper und der Präsident des Caritasverbandes Dr. Peter Neher.

Nach der Begrüßung durch Josef Winkler, der Sprecher für Kirchenpolitik, hat der Ehrengast des Empfangs, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, ein Grußwort gesprochen. Er stellte fest, dass sein Bundesland in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiere. Das Motto: „Einheit in Vielfalt“, welches hier vorgelebt werde, sei auch ein gutes Modell für die Katholische Kirche. Den „Aufbruch ins Grüne“ verstehe er als Aufbruch in eine Bürgergesellschaft, die einen Freiheitsrahmen für ein Leben in Einklang mit den natürlichen Lebensgrundlagen garantiere. Er halte einen Laizismus nicht für ein wünschenswertes Modell, das deutsche Religionsverfassungsrecht sei bewährt. Man solle lieber dieses gute Modell exportieren, anstatt ein schlechtes zu importieren. Religion sei ein wichtiger Faktor für das gesellschaftliche Zusammenleben, denn nur wer orientiert sei, könne Orientierung geben.

Das anschließende Grußwort des Präsidenten des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Alois Glück schloss daran an. Glück stellte fest, der Katholikentag solle Mut machen, sich politisch zu engagieren. Denn man müsse dem Fortschritt eine neue Richtung und eine neue Qualität geben. Dies gehe nur mit politischer Überzeugung, zu der auch die Katholikinnen und Katholiken viel beitragen könnten.

Die abschließende Rede der Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsfraktion, Renate Künast, bezog sich nochmals ganz konkret auf den Begriff des „Aufbruchs“ in Politik und Kirche. Man dürfe sich nicht von der Debatte darüber lähmen lassen, wie weit der jeweilige Aufbruch schon gekommen sei und viel Weg noch zurückgelegt werden müsse. Wichtig sei, überhaupt zu handeln. Die Gesellschaft brauche die Kirche, weil sie von Werten geleitet sei. Dabei bedürfe es aber der Glaubwürdigkeit, gerade was Missbrauchsfälle und deren Aufarbeitung innerhalb der Kirche angehe. Ein Aufbruch in der Gesellschaft könne nur mit den Kirchen gelingen. Gerade die Schöpfungsgeschichte mit der Losung: „Macht euch die Erde untertan!“ biete ganz konkrete Anknüpfungspunkte. Denn sie verstehe dies im Sinne der Verantwortung des Gutsherrn für seinen Besitz.

Danach spielte das Lulu Weiß-Ensemble zum Tanz auf. Zum traditionellen Eröffnungswalzer gesellten sich schnell weitere Paare zu Winfried Kretschmann und Renate Künast.

200 Gäste tanzten in den Abend oder führten viele angeregte Gespräche bis weit nach Mitternacht. In diesem Sinne ist ein gemeinsamer Aufbruch von Kirche und Politik auf einem guten Wege.

« zurück

Bei Papst Benedikt XVI in Rom

 

Dalai Lama im Bundestag

 

Audienz bei Papst Johannes Paul II

 

Mit Bischof Huber beim Kirchentag

 

Swami Agnivesh, Alternativer Nobelpreisträger