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JOSEF WINKLER, MdB
04.02.2005: 

Selbstbestimmt in Würde sterben

Die meisten Menschen wünschen sich, an ihrem Lebensende würdevoll und selbstbestimmt sterben zu dürfen. Solange man bei Bewusstsein ist und seine Meinung klar äußern kann, können medizinische Maßnahmen abgelehnt werden. Aber was ist, wenn ein Patient seinen Wunsch auf Behandlungsabbruch nicht mehr äußern kann?

In diesem Fall kann eine Patientenverfügung ein wichtiges Instrument der Selbstbestimmung sein – aber gilt das ohne jede Einschränkung auch für solche Fälle, bei denen es um den Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen geht, obwohl noch Aussicht auf Besserung oder gar Heilung besteht?

Bei den Debatten um Patientenverfügungen müssen die Ängste der Menschen vor einer „Hochleistungsmedizin bis zum bitteren Ende“ berücksichtigt werden – ebenso wie die Befürchtungen, dass Menschen mit schweren Krankheiten angesichts der Debatten um steigende Kosten im Gesundheitswesen zunehmend unter Druck geraten, eine Patientenverfügung zu verfassen, die auch den Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen vorsieht, oder dass eine frühere unbedachte mündliche Äußerung von Angehörigen bewusst falsch interpretiert wird.


Es ist wichtig, dass die Debatte offen, fair und gut informiert geführt wird und die Befürchtungen und Ängste aller Beteiligten ernst genommen werden. Dieser Bericht soll einen Beitrag dazu leisten.

Eine allgemeine Erläuterung zum Thema Patientenverfügung und ein Vergleich verschiedener Stellungnahmen und Regelungsvorschläge finden Sie hier.

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