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JOSEF WINKLER, MdB
21.02.2008: 

Optionszwang streichen!

Konsequenz aus kleiner Anfrage

Der sog. Optionszwang, der Jugendliche mit zwei Staatsangehörigkeiten zwingt, sich mit der Volljährigkeit für eine Staatsangehörigkeit zu entscheiden, sollte baldmöglichst gestrichen werden. Es ist integrationspolitisch kontraproduktiv, Menschen, die von ihrer Geburt an Teil dieser Gesellschaft sind, dazu zu zwingen, mit ihrer Volljährigkeit eine Entscheidung zu treffen, die ihre Zugehörigkeit zu diesem Staat in Frage stellt. Erklären sie sich nicht, verlieren sie im Jahre 2013 ihre deutsche Staatsangehörigkeit.

Die Optionsregelung des § 29 Staatsangehörigkeitsgesetz, die bei der Reform 1999 in letzter Minute im Vermittlungsverfahren aufgenommen wurde, ist seit Januar 2008 praktisch relevant. Betroffen sind zunächst rund 40.000 Personen (beginnend mit rund 3100 Personen im Jahr 2008), die nach einer Übergangsregelung in den Jahren 2000-2002 eingebürgert wurden und nun volljährig sind. Ab dem Jahr 2018 sind dann sukzessive rund 270 300 seit dem Jahr 2000 hier in Deutschland geborene Menschen davon betroffen, sich für eine Staatsangehörigkeit entscheiden zu müssen.

Hier finden Sie die Antwort der Bundesregierung auf unsere kleine Anfrage.

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