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JOSEF WINKLER, MdB
16.08.2013: 

CSD in Koblenz – Winkler und Pilger werben für Rot-Grün

Josef Winkler diskutiert auf dem Münzplatz

Die Podiumsdiskussion beim Christopher Street Day in Koblenz stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der bevorstehenden Bundestagswahl. Die Veranstalter hatten alle Direktkandidaten des Wahlkreises eingeladen, ihre Positionen zur Gleichstellungspolitik darzulegen. Neben Josef Winkler folgten der Einladung auch Detlev Pilger (SPD), Bettina Lau (Die Linke), Heiko Müller (Piraten) und Prof. Dr. Martin Kaschny (FDP). Einzig CDU-Kandidat und CDU/CSU-Fraktionsvize Dr. Michael Fuchs stellte sich dem Publikum und den Fragen von Moderator Frank Ackermann nicht. Wie die Rhein-Zeitung später berichtete, äußerte sich Fuchs auf Twitter zu seiner Abstinenz und schreckte nicht davor zurück, CSD und Pädophilievorwürfe zu vermischen: "Bevor die Pädophilie-Probleme der Grünen nicht geklärt sind, keine Diskussion. Ist ihnen ja anscheinend egal.“ Angesichts des von Bündnis90/Die Grünen zur Aufarbeitung der Vorwürfe eingesetzten Forschungsprojekts eine sachlich falsche und geradezu verleumderische Aussage, welche zudem das Interesse der CSD-Besucher an politischer Information in respektloser Art und Weise übergeht.

 

 

Die anwesenden Kandidaten dagegen überraschten mit scheinbar weitgehendem Konsens, was die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe anging. FDP-Kandidat Prof. Dr. Kaschny tat sich allerdings schwer, dies auch offen und direkt zu formulieren. Im Publikum kam bald die Frage auf, warum es bei derartiger Einigkeit unter den Kandidaten nicht gelänge im Bundestag eine Zwei-Drittel-Mehrheit herzustellen, um Artikel 3 des Grundgesetzes so zu ergänzen, dass jegliche Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität verfassungswidrig sei. Während sich Kaschny unentschlossen gab, waren sich Winkler und Pilger (SPD) einig: Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag positioniere sich klar gegen einen solchen Beschluss. Und die FDP könne sich in dieser Frage nicht gegen den großen Koalitionspartner durchsetzen. „Josef Winkler und ich werden uns gemeinsam dafür einsetzen, dass dieses Dilemma beendet wird“, so Detlev Pilger (SPD). Winkler pflichtete bei und verwies auf die hervorragende Arbeit der rot-grünen Landesregierung, die auf Initiative der Grünen in Rheinland-Pfalz bereits einen Aktionsplan gegen Homophobie umsetzt.

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