Gemeinsam mit Nils Wiechmann, Landesvorstandssprecher der rheinland-pfälzischen Grünen, hat Josef Winkler den Fachdienst Migration der Caritasgeschäftsstelle Mayen besucht. „Integration beginnt im Kopf“ war nicht nur das Jahresthema des Caritasverbandes 2006, sondern dient als Leitlinie der Grünen Integrationspolitik auf Lokal-, Landes- und Bundesebene.
Im Gespräch mit dem Leiter des Fachdienstes Markus Göpfert und einigen Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle war man sich schnell einig, dass eine gelungene Integration den Willen der aufnehmenden Gesellschaft voraussetzt. Gelobt wurde der durch die Verabschiedung des Zuwanderungsgesetzes im Jahr 2000 vollzogenen Paradigmenwechsel, in dem endlich anerkannt wurde, dass Deutschland ein Zuwanderungsland ist.
Allerdings haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz der von Rot-Grün verbesserten rechtlichen Rahmenbedingungen in der Praxis noch mit vielen Problemen zu kämpfen: Die Befristung der Projektmittel sowie eine insgesamt schwierige Finanzsituation sind nur einige davon.
Die aktuelle Bleiberechtsregelung wurde von allen Anwesenden kritisiert. Die Erfahrungen aus der Praxis bestätigten die Einschätzung von Josef Winkler, dass es „für diejenigen Geduldeten, die derzeit noch keine Arbeitsstelle haben, es extrem schwierig sein wird, Arbeit zu finden, solange sie nur eine Duldung in der Hand haben“.
Gegen Ende des Besuches forderten Josef Winkler und Nils Wiechmann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf, Erwartungen und Wünsche an die Politiker zu benennen. Eine Verbesserung der Bleiberechtsregelung – dabei u.a. ein verbesserter Arbeitsmarktzugang, das Abrücken von starren Stichtagen und bessere Lösungen für minderjährige Geduldete – sowie eine Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen waren die Hauptwünsche.
Josef Winkler und Nils Wiechmann stellten übereinstimmend fest: „Ganz klar, dafür wollen und werden wir uns einsetzen!“
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