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JOSEF WINKLER, MdB
18.08.2012: RLP-Sommer-Tour

Christopher-Street-Day in Koblenz

Auf der ersten CSD-Parade in Rheinland-Pfalz

Die OrganistorInnen und TeilnehmerInnen des Christopher Street Day feierten gemeinsam mit den Koblenzer BürgerInnen ein fröhliches Fest. Von den Neonazis, die sich zu einem Marsch durch die Stadt zusammengefunden hatten, ließen sie sich nicht beeindrucken. Einer der Höhepunkte des CSD war die Parade am Samstagnachmittag – die erste ihrer Art in Rheinland-Pfalz. Sie führte mitten durch die Fußgängerzone in der Altstadt. Zwangsläufig zog der Umzug so auch das Interesse zunächst Unbeteiligter auf sich. Viele Koblenzer, welche die Demonstration der Neonazis mit Desinteresse gestraft hatten, zeigten auf diese Weise, dass sie in einer toleranten und weltoffenen Stadt leben wollen.

Im Anschluss an die Parade startete das Bühenprogramm des CSD auf dem Münzplatz mit Grußworten der Integrationsministerin Alt, des Schirmherrn Oberbürgermeister Hofmann-Göttig, sowie von Josef Winkler, der im Anschluss gleich zu einer Podiumsdiskussion auf der Bühne blieb. „Da müssen sich Mainz und Trier mal ganz schön anstrengen, um sowas auf die Beine zu stellen“, sagte Winkler im Rückblick auf die Parade. Und in Richtung von OB Hofmann-Göttig: „Das sollte anderen Oberbürgermeistern als Beispiel dienen, auch in den umliegenden Mittelgebirgen.“

Josef Winkler und Joachim Schulte (queerNet RLP)

Denn die Atmosphäre der Toleranz an diesem Tag war großartig. Die Herausforderung besteht aber darin, diese Toleranz immer zu leben – auch außerhalb der großen Städte.

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Gegendemo zum Neonaziaufmarsch 2012