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JOSEF WINKLER, MdB
22.08.2012: RLP-Sommer-Tour

Engagement gegen Homophobie in Kaiserslautern

Zu Gast beim Trägerverein für ein schwul-lesbisches Zentrum

Am 25. August gründete sich in Kaiserslautern ein Trägerverein für ein schwul-lesbisches Zentrum. Josef Winkler traf im Vorhinein mit Initiativen zu einem Gespräch, um sich ein Bild über die Aufklärungsarbeit in der Stadt zu machen.

Schnell wurde klar, warum ein schwul-lesbisches Zentrum in Kaiserslautern Not tut: Es herrscht Mangel an bezahlbarem Raum für die Initiativen. Das Projekt Familienvielfalt, umgesetzt von QueerNet RLP und finanziert aus Mitteln des rheinland-pfälzischen Integrationsministeriums, ist darum vorerst als Untermieter in den Räumen der Aids-Hilfe Kaiserslautern untergekommen. Ziel des Projektes ist es,  Respekt und Akzeptanz für gleichgeschlechtliche Lebensweisen herzustellen. Vor Ort koordiniert wird das Projekt von Tom Steinwender, der von dort auch die Initiative lauterjungs und –mädels e.V. steuert. Der Verein bietet telefonische und persönliche Beratung  für alle Fragen zu schwul-lesbisch-queeren Themen an. Besonders stolz ist der Verein auf die umfangreiche Bibliothek und DVD-Sammlung der Initiative, die stetig erweitert werden.

Einen Einblick in die Arbeit von SchLAu RLP gab Daniel Jonietz, Koordinator des Projektes in Kaiserslautern. Der Name des Projektes steht für „Schwul Lesbische Aufklärung in Rheinland-Pfalz“. Ehrenamtliche Kräfte besuchen zur Aufklärung über queere Lebensweisen weiterführende Schulen, Jugendeinrichtungen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Durch persönliche Begegnungen und eine spielerische Herangehensweise sollen insbesondere Jugendliche lernen, gängige Vorurteile gegenüber Andersliebenden in Frage zu stellen.

Daniel Jonietz vom Projekt SchLAu RLP präsentiert
Josef Winkler das T-Shirt der Initiative

In den Gesprächen wurde deutlich, dass in Kaiserslautern eine Vielzahl von Akteuren engagierte Arbeit für Aufklärung und Beratung leistet. Es wäre schön, wenn diese Kräfte in nicht zu ferner Zukunft mit größeren Ressourcen unter einem Dach gebündelt werden könnten.

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