A- | A | A+
JOSEF WINKLER, MdB
17.08.2012: RLP-Sommer-Tour

Zugvögel im Hunsrück – Wohngruppe betreut jugendliche Flüchtlinge

Josef Winkler zu Besuch in Kleinich

Auch im ländliche geprägten Hunsrück gibt es zahlreiche Initiativen und viel Engagement im Themenbereich Migration und Integration. Darüber informierte sich Josef Winkler, MdB bei einem Besuch in Kleinich und Irmenach.

In Kleinich versammelten sich Winkler, Jutta Blatzheim-Roegler, MdL und Anne Spiegel, MdL mit verschiedenen Initiativen zu einem Runden Tisch Integration. Das Ho-Wi-Indien Projekt, die Mali-Hilfe und das Bündnis für Menschlichkeit und Zivilcourage berichteten über ihre Arbeit vor Ort für Integration und gegen Ausländerfeindlichkeit. Josef Winkler erläuterte die integrationspolitischen Entwicklungen im Bund, Spiegel und Blatzheim-Roegler stellten das Engagement der rot-grünen Landesregierung dar.

 

Bei der Besichtigung der Wohngruppe: Mitarbeiter, Bewohner und Grünen-Mitglieder vor Ort. Mittendrin: Anne Spiegel, MdL (7.v.l., Jutta Blatzheim-Rögler, MdL (9.vl.l.) und Josef Winkler, MdB (2.v.r.)

In Irmenach besichtigten Winkler, Spiegel und Blatzheim-Roegler die Wohngruppe Zugvögel, ein Projekt des Evangelischen Jugendhofs Traben-Trarbach. Die Wohngruppe soll jungen Flüchtlingen afghanischer Herkunft einen stabilen Lebensrahmen geben, eine Perspektive aufzeigen, auch im Falle einer Ablehnung ihres Asylantrags. Dazu befinden sich die Jugendlichen in enger Betreuung durch die MitarbeiterInnen der Wohngruppe. Besondere Bedeutung wird der Bildung und Ausbildung der jungen Menschen beigemessen. Durch eine Kooperation mit der RealschulePlus in Büchenbeuren ist den Flüchtlingen ein Schulbesuch ab dem ersten Aufenthaltstag möglich. Das ist deutschlandweit einmalig, wie die Initiatoren der Wohngruppe betonen. Auch bei der Ausbildungsplatzsuche sollen die Jugendlichen intensiv betreut werden.

Nachteilig dürfte sich allerdings auf die integrationswilligen Jugendlichen auswirken, dass aufgrund der Bundesgesetzgebung Deutsche und EU-Ausländer bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen bevorzugt berücksichtigt werden müssen. So werden jungen Menschen, die sich in einer schwierigen Situation Optimismus und Zielstrebigkeit bewahrt haben, Steine in den Weg gelegt.

« zurück

Gegendemo zum Neonaziaufmarsch 2012