A- | A | A+
JOSEF WINKLER, MdB
16.08.2012: RLP-Sommer-Tour

Ein Garten, der verbindet

Beim Projekt „Soziale Stadt“ in Neuwied

Gemeinsam mit Neuwieder Grünen führte Quartiermanagerin Alexandra Heinz den Bundestagsabgeordneten durch das Soziale Stadt-Projekt in der südöstlichen Innenstadt von Neuwied. Wie Frau Heinz betonte, wurde von Beginn an bei der Umsetzung der einzelnen Abschnitte Wert auf Bürgerbeteiligung gelegt. So stellte sich durch Befragungen heraus, dass den Kindern in Neuwied ein Wasserspielplatz fehlte. Mit den Fördergeldern von Soziale Stadt konnte dem Wunsch der Kinder nachgekommen werden, und der Wasserspielplatz wurde in den Götheanlagen in Rheinnähe eingerichtet. Und neben dem Fußballplatz durften die Neuwieder Kinder bestimmen, wie genau der neue Spielplatz aussehen sollte. Die Spielgeräte wurden nach ihren Vorstellungen angeschafft.

Eine Besonderheit der Stadt Neuwied ist die Blockbebauung mit großzügigen Innenhöfen, die ursprünglich für die Selbstversorgung der Einwohner mit Feldfrüchten vorbehalten waren. Diesem Zweck kommen die Höfe heute nicht mehr nach, zumeist dominieren Hecken und Rasen das Bild. Das Soziale Stadt Projekt griff die ursprüngliche Idee jedoch auf und stellte Anwohnern aneinander grenzende Parzellen im Hof zum Gartenbau zur Verfügung. Der Plan funktionierte, und in der heutigen Anonymität des Stadtteils bieten die sogenannten „Bunten Beete“ den Bewohnern eine niederschwellige Gelegenheit, um wieder mit den Nachbarn ins Gespräch zu kommen. Ein Konzept, das selbst Nachbarn wieder in Kontakt brachte, die sich lange gemieden hatten, wie Frau Heinz nicht ohne Stolz berichtete.

Josef Winkler im Gespräch mit Quartiersmanagerin Alexandra Heinz

Ein Wehmutstropfen bleibt jedoch die B256, die den Stadtteil zerschneidet, und deren ohrenbetäubender Lärm an verschiedenen Stellen des Gebiets eine Steigerung der Lebensqualität auch mit viel gutem Willen stark erschwert.

 

« zurück

Gegendemo zum Neonaziaufmarsch 2012