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JOSEF WINKLER, MdB
20.08.2012: RLP-Sommer-Tour

Unterwegs auf der stillgelegten Bahnstrecke im Aartal

Ein Ortstermin mit der Draisine

Politik darf auch Spaß machen. Das sagten sich die Mitglieder des grünen Kreisverbands Rhein-Lahn und unternahmen gemeinsam mit Josef Winkler bei hochsommerlichen Temperaturen eine Draisinenfahrt auf dem rheinland-pfälzischen Abschnitt der Aartalbahn.

Die Fahrt führte von Niederneisen nach Zollhaus und zurück. Zwei Mitglieder des AK Aartalbahn, der die Draisinen betreibt, klärten während der schweißtreibenden Fahrt über Vergangenheit und Zukunft des Eisenbahnverkehrs auf der Strecke auf. Bereits seit Jahr 1986 gibt es keinen Zugverkehr mehr. Doch die Wiederinbetriebnahme ist – zumindest für den rheinland-pfälzischen Streckenabschnitt – beschlossene Sache. Ab 2015 wird zwischen Limburg und Zollhaus ein stündlich verkehrender Zug die Reisezeit gegenüber dem Bus auf 20 Minuten halbieren. Ein Erfolg, der ganz im Sinne grüner Verkehrspolitik ist und eine Signalwirkung für den hessischen Abschnitt der Strecke haben sollte, der bis nach Wiesbaden führt.

von links nach rechts: Josef Winkler, Bernd Paffrath, Christiane Gomber, Manfred Nickel (AK Aartalbahn), Thorsten Janning, Carsten Jansing

Zur Erfrischung nach der sportlichen Betätigung kehrten Winkler und die Kreisgrünen im Bahnhof Flacht ein, der zurzeit als Gastwirtschaft genutzt wird. Dort informierte die örtliche Initiative „Ja zur Aar“ über Planungen zum Bau einer Aarumgehung. Die Initiative lehnt die Umgehung strikt ab. In einer Präsentation zeigte sie auf, dass die Umgehung vor allem eine Verschandelung der Landschaft zur Folge hätte und für einen Großteil der Anwohner ein Mehr an Lärm bedeutet. Greifbare Vorteile für die Gemeinden seien hingegen nicht zu belegen. So sieht die Bürgerinitiative die Planungen zur Aarumgehung denn auch in einem größeren Zusammenhang: Es liege die Vermutung nahe, dass eine Lücke in der Ost-West-Verbindung geschlossen werden soll zwischen dem Flughafen Frankfurt-Hahn, der nicht existenten Mittelrheinbrücke und der A3.

Auch Winkler hielt diese Vermutung angesichts der Argumente der Initiative für schlüssig und kündigte an, sich weiterhin auf allen Ebenen gegen eine Politik der Großprojekte und zulasten des ÖPNV einzusetzen.

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