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JOSEF WINKLER, MdB
22.08.2012: RLP-Sommer-Tour

Vom Problemviertel zur gefragten Wohnlage – zu Besuch in Neustadt

Auf den Spuren der gezielten Aufwertung des Stadtteils Branchweiler

In Neustadt machte sich Josef Winkler auf die Spuren der gezielten Aufwertung des Stadtteils Branchweiler.

Erster Anlaufpunkt für Winkler und die VertreterInnen der Neustädter Grünen war die örtliche KiTa. Die KiTa-MitarbeiterInnen und Pfarrer Jürgen Leonhardt berichteten, man widme sich mit Vorrang der Förderung der deutschen Sprachkenntnisse. Ein beachtlicher Teil der Kinder wird daheim in russischer Sprache erzogen. Um eine Aufsplittung der KiTa-Kinder zu vermeiden, sind jedoch alle Kinder dazu angehalten ausschließlich auf Deutsch miteinander zu kommunizieren. Pfarrer Leonhardt wies darauf hin, dass sich die ethnischen und sozialen Gruppen, die in der KiTa aufeinander treffen, im täglichen Leben außerhalb kaum kontakt zueinander haben.

Eine Besichtigung des Stadtteils mit VertreterInnen der Wohnungsbaugesellschaft Neustadt (WBG) rundete den Einblick ab. Die WBG saniert vornehmlich Wohngebäude aus den 60er und 70er Jahren. Die Gebäude werden heutigen Ansprüchen an Optik und Sicherheit angepasst, die Wohnungen in Größe und Funktion insbesondere auf die Anforderungen von SeniorInnen und EmpfängerInnen von Hartz IV zugeschnitten. Zusätzlich baut die WBG ökologische Komponenten wie Solaranlagen, Intelligente Energiesysteme und Grauwasseranlagen ein. Aus einem Problemviertel ist so eine gefragte Wohnlage entstanden.

Josef Winkler MdB, Ingo Röthlingshöfer (CDU Bürgermeister), Waltraud Blarr (Fraktionsvorsitzende B'90/Die Grünen), Diana Levis-Hofherr, (Stadträtin Grüne), Kurt Werner (Stadtrat, Grüne), Pfarrer Jürgen Leonhard (ev. Kirche) sowie zwei MitarbeiterInnen (zweite und fünfter von rechts).

Die soziale Segregation indes bleibt bestehen. Noch mangelt es an gemeinsamen Anlaufpunkten wie Läden, Kneipen oder einem Fußballverein. „Bauliche Maßnahmen alleine bringen nichts, wenn man die Leute nicht an die Hand nimmt“, zog Pfarrer Leonhardt sein Fazit.

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