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JOSEF WINKLER, MdB
18.08.2012: RLP-Sommer-Tour

Koblenz bleibt bunt – Nazis fanden keine Freunde in der Stadt

Auf der Gegendemo des DGB zum Neonaziaufmarsch „Gegen Rechts – Keine Toleranz für Intoleranz!“

Es sollte ein buntes Wochenende werden in Koblenz, doch auch Neonazis hatten sich angekündigt. Parallel zum Christopher Street Day, der in Koblenz am Samstag, 18. August, stattfand, demonstrierten Neonazis in der Koblenzer Innenstadt. Hintergrund war der Prozessauftakt gegen Mitglieder des Aktionsbüro Mittelrhein. Obwohl die Rechten ihre Reihen zu großen Teilen aus Nordrhein-Westfalen rekrutierten, blieb die Demonstration mit knapp 200 Teilnehmern sehr überschaubar.

Direkt nach der Ankündigung der Demonstration schon organisierten mehrere Initiativen in Absprache Gegendemonstrationen, darunter der DGB, der BUND und die Organisatoren des CSD. Ein minutiös geplanter Ablauf sollte dafür sorgen, dass den Rechten der Gang durch die Stadt möglichst schwer gemacht würde. Und tatsächlich begleitete lautstarker Protest die Neonazis auf ihrem gesamten Weg. Die größte Kundgebung stellte der DGB auf die Beine, der die Rechten direkt am Bahnhof lautstark in Empfang nahm. Neben Josef Winkler traten hier Nils Wiechmann, Roger Lewentz, Andrea Nahles, Django Reinhardt und viele andere auf die Bühne, um für ein buntes Koblenz einzutreten.

Josef Winkler bei der DGB-Kundgebung gegen Rechts

„Der Rechtsextremismus ist schon mitten drin im Kampf gegen unsere Demokratie“, sagte Winkler. „Da müssen wir alle zusammenstehen, für eine gesunde Demokratie von den Wurzeln an, damit man in Deutschland ohne Angst gemeinsam leben kann.“ Koblenz ist ein Ort der Demokratie und Vielfalt. Ganz im Gegensatz zur am selben Tag stattfindenden Parade des CSD fanden die Nazis keine Freunde in der Stadt.

Auch die » taz berichtete von der Demonstration.

 

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Gegendemo zum Neonaziaufmarsch 2012