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JOSEF WINKLER, MdB
29.05.2012: 

Integration, Arbeit und Gesundheitsversorgung in Mayen

Josef Winkler besuchte Initiativen und den neuen grünen Ortsverband

Auf Einladung des erst im Frühjahr gegründeten grünen Ortsverbands Mayen besuchte am 29. Mai Josef Winkler die Stadt in der Vordereifel. Ziel des Besuchs, an dem unter anderem die Landtagsabgeordnete Nicole Müller-Orth sowie Kreisvorstandssprecher Klaus Meurer teilnahmen, war die Vernetzung des neuen Ortsverbands mit Initiativen vor Ort unter Einbeziehung einer bundespolitischen und landespolitischen Perspektive.

Im Vordergrund des Besuchs stand das Thema Integration. Den Hauptpunkt des ambitionierten Programms bildete daher ein Treffen beim Fachdienst für Migration im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr. Der Fachdienst stellte der grünen Besuchergruppe seine Integrationsprojekte wie etwa den Jugendmigrationsdienst oder das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge In Terra vor. Anhand konkreter Beispiele wurde deutlich, an welchen Stellen vor allem die Bundespolitik tätig werden sollte, damit integrationswilligen MigrantInnen nicht zusätzlich Steine in den Weg gelegt werden.

Die Integration junger Erwachsener in den Arbeitsmarkt steht bei der Gesellschaft zur Förderung Beruflicher Integration (GFBI) im Vordergrund. Den Besuch der grünen Delegation nutzten die jungen Leute vor allem, um sich im Gespräch ein Bild von den Beweggründen politisch aktiver Menschen zu machen und Fragen zu aktuellen politischen Entwicklungen zu stellen. Besonderes Interesse bestand dabei an der Haltung der Bundesregierung in der Euro-Krise sowie an der aktuellen Energiepolitik.

Die strukturellen Probleme ländlicher Räume in der Gesundheitsversorgung waren Gegenstand einer Gesprächsrunde mit dem Ärztenetzwerk Vordereifel. Etwa 40 Prozent der derzeit berufstätigen Ärzte werden bis zum Jahr 2020 in Rente gehen. Da bei jungen Ärzten kaum Interesse besteht sich im ländlichen Raum niederzulassen und dort Arztpraxen zu übernehmen, sind vor allem hier Engpässe in der Versorgung vorprogrammiert. Gleichzeitig führt die Landflucht junger Menschen zu einer Überalterung der Landbevölkerung. Mehr chronisch Kranke müssen von deutlich weniger Ärzten versorgt werden. Auswege sieht das Ärztenetzwerk in einem Ausbau der Telemedizin, vor allem im Bereich der Diagnostik, sowie in einer Flexibilisierung und Effizienzsteigerung der ärztlichen Versorgung durch Bildung von Berufsausübungsgemeinschaften, in denen mehrere Arztpraxen Patienten in enger Zusammenarbeit betreuen.

Abgerundet wurde Josef Winklers Tag in Mayen durch ein Gespräch bei der Kreissparkasse Mayen. Die Kreissparkasse informierte über ihre Geschäftsfelder und stellte die gesellschaftliche Bedeutung der Sparkassen als regionaler Investor mit realwirtschaftlichem Bezug, wichtiger Steuerzahler sowie Investor in soziales Engagement heraus. Berührungspunkte mit grüner Energiepolitik sind Investitionen in die energetische Gebäudesanierung sowie in Solaranlagen.

Josef Winkler dankt den Grünen vor Ort für die Einladung und ist gespannt auf das weitere Engagement des ehrgeizigen Ortsverbands.

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