Anlässlich der Vorstellung eines neuen Gutachtens der Landesregierung für den Bau einer Brücke zwischen St. Goar und St. Goarshausen erklärt Josef Winkler, Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Koblenz:
Die von Wirtschaftsminister Hendrik Hering aufgestellte Behauptung, dass ein Fährbetrieb auf Dauer doppelt so teuer sei wie eine Brücke, deren Bau Herr Hering auf 35 bis 40 Millionen Euro veranschlagt, ist nicht nachvollziehbar. In der Vergangenheit hat der Wirtschaftsminister immer von Kosten von mindestens 40 Millionen gesprochen, wie er auf die Zahl von 35 Millionen kommt, bleibt vorerst sein Geheimnis.
Ich vermute, dass im Wirtschaftsministerium derselbe Kostenkalkulator am Werk war, der beim Prestigeobjekt Nürburgring die Ursprungskostenkalkulation vorgenommen hat, die sich letztlich als vollkommen falsch erwiesen hat.
Was die vermuteten Fährkosten angeht, erwarte ich vom Wirtschaftsminister Aufklärung darüber, wie er darauf kommt, dass Fähren doppelt so teuer seien.
Offensichtlich hat er vergessen, dass es sich beim Ausbau des 24-Stunden-Fährbetriebs um einen Zuschuss an die Fährbetreiber handelt. Außerdem gebe ich zu bedenken, dass der Brückenbau enorme Folgekosten nach sich zieht, die offensichtlich auch erst einmal nicht in der Kalkulation berücksichtigt wurden.
Ich fordere Wirtschaftsminister Hering auf, alle Zahlen auf den Tisch zu legen und die Öffentlichkeit verbindlich und transparent zu informieren.
Zudem erinnere ich daran, dass die Landesregierung zugesagt hat, die Öffentlichkeit und alle Beteiligten vollumfänglich zu informieren und zu beteiligen. Daher erwarte ich, dass das neue von der Landesregierung erstellte Gutachten der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird.
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