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JOSEF WINKLER, MdB
26.10.2011: 

Josef Winkler: Der großartige Buga-Erfolg wird noch lange nachwirken

„Berliner Notizen“ in der RHEIN-ZEITUNG

Das hat mich besonders gefreut:

Der großartige Erfolg der Bundesgartenschau mit ihren wunderschönen und kreativen Gärten, den zahllosen kulturellen Veranstaltungen und nicht zuletzt dem Rekord von mehr als 3,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern. Natürlich ist die Freude in diesen Tagen verbunden mit etwas Wehmut, dass alles schon wieder vorbei ist. Davon abgesehen, war die Buga aber ein absoluter Gewinn für Koblenz und die ganze Region, der noch lange weiterwirken wird.


Angesichts des gravierenden Mangels an Spenderorganen sollen alle Krankenkassen die Versicherten künftig nach ihrer Bereitschaft zur Organspende befragen, fordert Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Unterstützen Sie die geplante gesetzliche Regelung?

Der Bedarf an Spenderorganen ist höher als deren Verfügbarkeit. Viele Betroffene müssen jahrelang auf ein geeignetes Organ warten. Vor diesem Hintergrund finde ich es richtig und wichtig, über Maßnahmen zur Verbesserung dieser Lage zu diskutieren. Die Erlaubnis zur Entnahme von Spenderorganen nach dem Tod ist ein äußerst sensibles Thema, da es hier um eine weitreichende und sehr persönliche Entscheidung geht. Diese muss jede und jeder völlig frei und selbstbestimmt treffen können. Einen wie auch immer gearteten Zwang, diese Entscheidung treffen zu müssen, halte ich für falsch. Der richtige Weg wäre, die Menschen über Chancen sowie Risiken einer Organspende aufzuklären, Ängste zu nehmen und für eine Entscheidung zu werben. Unabhängig davon ist es dringend nötig, die Rahmenbedingungen für Organspenden zu verbessern. Denn teilweise scheitern diese schon daran, dass potenzielle Spender schlichtweg nicht gemeldet werden. In erster Linie brauchen wir also eine Konkretisierung der Meldepflicht im Transplantationsgesetz und bessere Strukturen an Kliniken, beispielsweise durch verpflichtende Transplantationsbeauftragte.


Wie ist die Papst-Rede Ende September im Bundestag bei Ihnen angekommen?

Es war eine sehr kluge Rede und in jedem Fall ein äußerst interessanter Auftritt. Das war auch die Auffassung der allermeisten Kolleginnen und Kollegen quer durch die Parteien. Die Diskussion nach der Rede Benedikts XVI. war wohltuend sachlich und zeigte, dass einige Verlautbarungen im Vorfeld vielleicht etwas übertrieben waren. Gefreut hat mich, dass der Papst die Rolle der ökologischen Bewegung in der deutschen Politik so positiv herausgehoben hat.


(Rhein-Zeitung Koblenz und Region vom Mittwoch, 26. Oktober 2011, Seite 20)

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